Weidenstation RuhrNatur

Weidenstation RuhrNatur

Das baubotanische Projekt "Weidenstation RuhrNatur" kombiniert die Voraussetzungen an eine barrierefreie Erschließung mit den Anforderungen als Landmark und Aussichtspunkt über das renaturierte Landschaftsgebiet westlich von Neheim, Arnsberg (NRW).

Hierzu wurden zwei Erschließungssysteme - eine einläufige Treppe und eine gering geneigte Stahlrampe - parallel geführt: Dies ermöglicht Rollstuhlfahrern, die erste Ebene auf einer Höhe von 1,25 Meter über dem Boden zu erreichen und eine konstruierte Baumkrone von Innen zu erleben. Mittels der Treppe wird die zweite Ebene (3,75 Meter über dem Boden) erschlossen, die als eine Art Empore über der ersten schwebt.

Die Erschließung von außen durch die baubotanische Struktur hindurch ist als Erlebnis inszeniert: Der Besucher nähert sich langsam einer dichten, der Umgebung ähnlichen Blätterwand, durchbricht diese dann plötzlich und befindet sich in einem gänzlich anderen Raum - einer technischen "Baumkrone". Durch die Wahl einer eher engen baubotanischen Rautenstruktur an der Ostseite und einem sehr weiten, vollgeschossigen an der Westseite wird dieser räumliche Eindruck intensiviert.

Als Landmark und Erholungsraum für Fußgänger und Radfahrer innerhalb des renaturierten Landschaftsgebiets erfüllt das baubotanische Projekt zugleich die Aufgabe, dem Besucher die Wiederaneignung des Gebiets durch die Natur näher zu bringen, die symbolisch in den Verwachsungsprozessen der baubotanischen Struktur zum Ausdruck kommt.

  • Projekt:
    Entwurfsauftrag
  • Planungsteam:
    Ferdinand Ludwig;
    Andreas Ernst
  • Projektstatus:
    Entwurf
  • Standort:
    Neheim/Arnsberg, NRW

Projekt: Experimentalbauwerk/Studienprojekt

Planungsteam: Ferdinand Ludwig; Oliver Storz; Cornelius Hackenbracht

Standort: Neue Kunst am Ried

Finanzierung: Neue Kunst am Ried, Sponsoren

Bauliche Fertigstellung: 04/2005

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